PURE Production VIE

Was zeichnet ein gutes Video aus?

Was zeichnet einen guten Film oder ein Werbevideo eigentlich genau aus? 

Heute beschäftigen wir uns mit dem Unterschied zwischen guten und herausragenden Videos.

Wie alle Dinge, wo man zwischen gut und schlecht unterscheiden kann, haben auch Videos eine, wenn man so will, geheime Formel. Wer also Filme und Videos produzieren möchte, die den Zuseher bewegen, der sollte folgende Punkte unbedingt beachten.

Gleich vorab: die einzelnen Punkte haben eine unterschiedliche Gewichtung, wenn es um das Gesamtergebnis geht. Wie diese Verteilung aussieht, werde ich zum Schluss erläutern. 

Bildqualität

Starten wir mit dem offensichtlichsten Punkt, der Bildqualität. Hierbei geht es rein um den technischen Aspekt, noch nicht um das, was auf dem Bild tatsächlich zu sehen ist. 

Als damals die ersten Kassenschlager im Kino erschienen, war die Bildqualität im Gegensatz zu heute miserabel. Dennoch haben es einige dieser Klassiker geschafft, auch heute noch als Meisterwerke anerkannt zu werden. Aber warum ist das so? 

Der Grund ist einerseits die technische Evolution des Equipments und das damit wachsende Verständnis der Zuseher. Für damalige Verhältnisse war die Qualität der Bilder hoch, weshalb man früher auch davon begeistert war. Heute weiß man, dass die Technik damals nun mal eine andere war und man akzeptiert das. Viel mehr erkennt man den Aufwand und die neuen Errungenschaften noch mehr an und ist begeistert davon, unter welchen Umständen man schon damals so bildgewaltige Filme produzieren konnte.

Würde aber heute jemand einen Film trotz fortschrittlicher Technik in alter Qualität erzeugen, so würde dieser höchstwahrscheinlich keine Anhänger finden. 

Als heutiger Standard wird für Videos im Netz zumindest HD (1080p) erwartet. Video Ads beispielsweise in niedrigerer Qualität performen nachweislich auch schlechter, da der Algorithmus sämtlicher Plattformen höhere Qualitäten bevorzugt und damit auch „belohnt“. 

Fokus

Während meiner ersten Gehversuche als Videocreator habe ich viele, viele – jetzt kann ich es offen sagen – schlechte Videos produziert. Nachdem ich mir meine Videos erneut angesehen habe, habe ich oft schnell erkannt, woran das lag. Und einer dieser Faktoren war die ungewollte Unschärfe im Bild. Es gibt kaum etwas störenderes, als wenn beispielsweise eine Person gefilmt wird, die nicht richtig fokussiert wurde und unscharf zu sehen ist. Vor Allem bei dynamischen Videos kann so etwas gerne mal trotz Autofokus-Funktion passieren. Daher sollte man riskante Shots lieber einmal mehr filmen, um später eine Auswahl zu haben. 

Im Speziellen bei Personen ist es wichtig, den Fokus auf die Augen zu legen. Fakt ist aber, je weiter die Blende des Objektivs offen ist, desto schwieriger wird es, den richtigen Teil des Bilder im Fokus zu behalten. Aus diesem Grund schließe ich die Blende bei heiklen Shots auf mindestens f.4. 

Licht

Ein gute Belichtung ist wahrscheinlich der entscheidendste Faktor wenn es um ein gutes Bild geht. Ein Irrglaube ist jedoch, dass gutes Licht mit viel Licht gleichzusetzen ist. Zu viel Tageslicht beispielsweise kann zu Überbelichtung führen, was wiederum einem unprofessionellen Look erzeugt. 

Für beste Bildergebnisse ist es daher notwendig sich mit dem Thema Licht eingehend zu befassen und die Möglichkeiten zu kennen, welche Belichtungsmöglichkeiten in welcher Situation eingesetzt werden können. Man mag es kaum glauben, aber das Thema Licht ist in der Videoproduktion und der Fotografie so groß, dass man ein eigenes Buch darüber schreiben könnte (was wahrscheinlich schon jemand getan hat). 

Ton

Ein oft unterschätzter Punkt und der Ton. Einerseits geht es dabei um die gewählte Musik, die das Video je nach Stimmung wirkungsvoll untermalen soll, andererseits geht es um die Geräuschekulisse. Stell dir ein Video über ein Fußball Match vor. Du siehst einen Stürmer, der auf über das Spielfeld dribbelt und mit einem wuchtigen Schuss ein Tor erzielt. Die Menge tobt. Hast du das Bild im Kopf? Gut, denn nun denke darüber nach, welche Geräusche man währenddessen hört. Man hört den Ballkontakt, das Atmen des Spielers, den Rasen, die Berührung von Tornetz und Ball, als das Tor fällt und natürlich das tobende Publikum. Je klarer all diese Geräusche eingefangen werden, desto höher wirkt die Qualität des Videos. 

Ein kleiner Tipp für dich: In manchen Fällen macht es Sinn, die Geräusche extra zu recorden und diese dann im Editing hinzuzufügen. Du kannst auch künstliche Töne wie sogenannt „swishes“ und „whooshes“ verwenden, um schnelle Kamerabewegungen und Übergänge mit Tönen zu untermalen. 

Composting

Wenn du all die oben genannten Kategorien beherrschst, solltest du dich mit dem Compositing, oder Zusammenstellung, auseinandersetzen. Man kann die beste Kamera der Welt besitzen, das beste Licht haben, den besten Ton, doch ohne das richtige Motiv bringt das alles nichts. 

Unter Compositing versteht man die Bildzusammensetzung, also wie Gegenstände, Personen, das Licht und alles andere, was im Bild zu sehen ist, positioniert werden. 

Um sich besser vorstellen zu können, was ich damit meine, hier ein kleines Beispiel.

Du möchtest einen stehenden Sportwagen filmen. Der erste Shot soll das ganze Auto von Außen zeigen. Schlechtes Compositing würde so aussehen, dass du das Auto links unten in der Bildecke positionierst, sich die Lichtquelle hinter dem Fahrzeug befindet und die Umgebung eine grüne Wiese ist. Alleine bei dem Gedanken an dieses Bild bekomme ich Augenkrebs. 

Compositing besteht also aus Positionierung, Licht, Farben, Blickwinkeln und gewähltem Bildausschnitt. Auch ein Thema über das man Tage lang sprechen könnte. Die gute Nachricht ist, dass wenn du diesen Part verstehst, selbst mit dem Handy bessere Ergebnisse erzielen kannst, als mit einer teuren Kamera.

Story

Kommen wir zur Königsklasse, der Story. Wer gute Geschichten erzählen kann, dem hört man gerne zu und wenn diese in ein Video verarbeitet werden, dann sieht man sich diese auch gerne an. Inhaltslose Videos, die alle Aspekte hochqualitativer Videos beinhalten, mögen vielleicht schön sein, doch in den meisten Fällen sinnlos. Solche Filme sind nur in bestimmten Fällen sinnvoll, beispielsweise wenn diese lautlos sind und eine Homepage zieren sollen, oder bei kurzen Produktvideos, die durch das hochqualitative Video, die Qualität des Produktes darstellen wollen (siehe Kosmetikwerbung). In allen anderen Fällen empfehle ich eine Geschichte zu verarbeiten. 

Gute Geschichten haben einen fesselnden oder spannenden Anfang mit einer Frage, damit der Zuseher gewillt ist, weiter zu schauen, danach einen aufbauenden Mittelteil und zum Schluss das grande Finale bei dem sich die Situation auflöst und alle Fragen geklärt sind. Der Zuseher sollte beim ansehen des Videos irgendeine Art der Emotion verspüren, erst dann hat die Story seinen Zweck erfüllt. Beschäftige dich also auch mit diesem Thema um Videos zu erzeugen, die auch in Erinnerung bleiben und über die man sprechen kann. 

Abschließende Worte

Du siehst, es gibt sehr viele Rädchen an denen man schrauben kann, um gute Videos zu produzieren und es geht nicht nur darum das beste Equipment zu besitzen. 

Lerne die Basics und probiere dich aus. Nutze die Stilmittel und erfinde deinen eigenen Stil. Werde kreativ und tobe dich aus, denn dann wirst du die besten Ergebnisse erzielen. 

Wenn du noch fragen hast, hinterlasse uns gerne einen Kommentar auf diesen Beitrag oder unter einer unser Social Media posts. Du findest uns auf Facebook, Instagram, Twitter und Youtube.

PURE Production ist die Videoproduktion mit Sitz in Wien. Wir arbeiten für führende Marken unterschiedlichster Sparten und unterstützen Unternehmen dabei, sichtbarer zu werden und das durch herausragende Videos.

Bis zum nächsten Beitrag. 

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